Mehr als saubere Weine, vielmehr ausdrucksstarke Weine, sind unser Ziel. Deshalb setzen wir von Beginn an auf Integrierten Weinbau. Eigentlich machen wir sogar noch mehr, nur um den Weingenuss so richtig auf die Spitze zu treiben. Höchste Qualität und die Gesundheit von Mensch und Natur sind die Grundpfeiler des Integrierten Weinbaus. Und diese Grundpfeiler sprechen uns aus dem Herzen, denn nur mit vitalen Weinstöcken und einer gewissen Risikobereitschaft erreicht man Großes.

Unsere Weingärten werden ganzjährig begrünt, und zwar mit Mischsaaten oder am besten mit dem, was ohnehin natürlich wächst. Das gibt die nötige Artenvielfalt im Ökosystem Weingarten und erspart uns den Handelsdünger. Aufpassen müssen wir nur, dass es keine Pflanzen sind, die den Weinstöcken zu viel Wasser nehmen, denn bei uns im südlichen Weinviertel ist es recht trocken. Ganz schön arbeitsintensiv wird es bei unserem "Laubwandmanagement". Das passen wir nämlich jeder Sorte gezielt an; so braucht unser Sauvignon Blanc viel Schatten, um seine Aromen schön entwickeln zu können. Die Grünen Veltliner mögen es halbe halbe und unsere Rotweintrauben lieben das Sonnenbad. Deshalb wird bei ihnen um die Trauben komplett entblättert. Mit der richtigen Begrünung und Laubarbeit kann man Feuchtigkeit gut regulieren. Und das wiederum macht unsere Weingärten weniger anfällig für Pilzkrankheiten. Auch bei der Schädlingsbekämpfung verzichten wir liebend gerne auf Chemie und setzen auf Nützlinge wie etwa die Raubmilbe.

Und was hat es mit dem Risiko auf sich? "Risiko bedeutet, dass ich die Trauben erst ernte, wenn sie auf perfektem Reifeniveau sind, auch wenn ich nicht sicher sein kann, ob das Wetter hält. Wenn man immer auf Nummer sicher geht und mit der Chemie d'rüber fährt, bekommt man saubere, uniforme Weine, aber niemals große," sagt Roman Pfaffl und hat dieses Selbstverständnis zu unserem Familienmotto gemacht.