Weinviertel DAC

Die Appellation gibt es seit 2003. Diese Qualitätsbezeichnung ist ähnlich der bekannten internationalen Qualitätsregime in Frankreich, Spanien oder Italien. Das Weinviertel war das erste Weinbaugebiet in Österreich, das sich für die Einführung einer Appellation für gebietstypische Weine der Region entschied. DAC steht für Districtus Austria Controllatus. Verkauft werden dürfen Weinviertel DAC ab dem 1. März des Folgejahres der Ernte.

Zugelassene Rebsorte ist ausschließlich der Grüne Veltliner. Er dominiert im Weinviertel und ist daher die typische Sorte für das Weinbaugebiet.

Die Stilistik der Weinviertel DAC ist klar definiert. Sie dürfen nicht zu kräftig sein, müssen aber mindestens 12 vol % vorweisen. Ebenso gibt es keine süßen Weinviertel DAC, der Restzucker darf maximal 6 g/l betragen. Ein Weinviertel DAC ist also immer trocken, klassisch ausgebaut, mittelgewichtig im Alkohol und muss diese typische Pfefferwürze des Grünen Veltliners ausdrücken.

Die Prüfkriterien sind ausgesprochen streng. Jeder Jahrgang und jeder Wein muss neu eingereicht werden. Nach der chemischen Prüfung müssen sich die eingereichten Weine einer sensorischen unterzehen. Die Kostkommission besteht aus 6 geschulten Verkostern, von denen 5 ihre Zustimmung geben müssen. Entschieden wird anhand eines Pegelweines, der im Vorfeld bestimmt wird und als typisch weinviertler Grüner Veltliner identifiziert wird.

Weinviertel DAC Reserve

Weinviertel DAC Reserve gibt es seit dem Jahrgang 2009. Hier geht es um die kräftigeren Grünen Veltliner aus dem Weinviertel. Sie müssen mind. 13 vol. % erreichen und dürfen einen zarten Botrytis- oder Holzton aufweisen. Abgesehen davon gelten die gleichen Kriterien wie für den Weinviertel DAC, und auch sie müssen sich einer strengen Prüfung unterziehen. Verkauft werden dürfen Weinviertel DAC Reserve ab 1. April des Folgejahres der Ernte.

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