Herrenholz. Klingt doch irgendwie nobel? Nobel genug, um in dieser warmen Kessellage, die über Wien thront, eine noble Sorte anzubauen. Unser Pinot Noir findet diesen Wohnsitz gerade standesgemäß und genießt die warme Sonne und die dichte Mineralik, die er aus dem kalk- und quarzhaltigen Flyschgestein zu seinen Füßen entnimmt.

2004 haben wir die Wiener Rieden übernommen und 2004 war Roman Josefs erster Jahrgang am Weingut. Die beiden verbindet also praktisch ihre gemeinsame Premiere. Oft muss sich aber unser noble Pinot Noir von Roman Josef schimpfen lassen, denn er kann im Weingarten schon sehr zimperlich sein. Durch seine dichtbeerigen Trauben muss man bei Feuchtigkeit aufpassen wie ein Wachhund. Er braucht viel Sonne und Luft, also ist auch beim Pinot Noir strenges Laubwandmanagement angesagt. Dann wird er so spät wie nur möglich gelesen. Im Keller findet die Gärung im Edelstahltank mit Überflutung und Belüftung statt. Nach 18 Tagen wird er in Barriques umgezogen, wo er für die nächsten 18 Monate bleibt.

Aber ein Weinviertler Sprichwort lautet: Von nix kummt nix. Und deshalb sehen wir es halb so eng, dass uns unser Pinot Noir so auf Trab hält. Denn immerhin entsteht mit all dem Fleiß und Einsatz schließlich ein Wein, in den wir uns letztendlich verliebt haben. Vom ersten Jahrgang an haben uns auch viele Experten die Gewissheit verschafft, dass die Hass-Liebe zwischen Roman Josef und dem Pinot Noir durchaus Früchte trägt:

2004 90 Punkte bei Wine Enthusiast, Falstaff und A La Carte, 2005 4 Sterne bei wein.pur, 2006 89 Parker Punkte, 2007 Vinaria Top Rotweine, 2008 awc Gold. Den aktuellen Jahrgang, 2009, stellen wir am PFAFFL top.tasting vor. Wir sind schon gespannt, was Sie dazu sagen!

> mehr zu Pinot Noir