Wir möchten Sie motivieren, sich auch unsere Gegend ein bisschen anzuschauen! Daher hier ein paar Tipps, was man bei uns so unternehmen kann. Vielleicht möchten Sie ja Ihren Besuch bei uns damit verbinden, das ein oder andere bei uns zu erkunden ...


Fossilienwelt Weinviertel in Stetten
Burg Kreuzenstein und Adlerwarte in Leobendorf
Wanderwege in Stetten
Radwege durch Stetten
Goldenes Bründl, Schwedenhöhlen & Michelberg
Elisabethhöhe am Bisamberg
Rathaus & Rattenfängerbrunnen in Korneuburg


Goldenes Bründl, Schwedenhöhlen & Michelberg   im Rohrwald

Das Goldene Bründl befindet sich in der Nähe des gleichnamigen Gasthauses. Als Rudolf von Habsburg gegen Ottokar von Böhmen in den Kampf zog, kam er auch in unsere Gegend, die damals noch sehr dicht bewaldet war. An einem Sommertag sandte die Sonne ihre Strahlen unerbittlich auf die schweren Rüstungen der Ritter, und Ross und Reiter litten unter großem Durst. Im Walde war es sehr schwül, fast zum Verschmachten. Der König, dem Mensch und Tiere erbarmten, stieg vom Pferde, um nach einer Quelle Ausschau zu halten. Er hat wirklich eine Quelle gefunden, die ihn uns seine Mannen mit ihrem köstlichen Nass sogleich erquicken sollte. In dem Augenblick, als Rudolf sich niederbeugte, um sich an dem klarfrischen Wasser seinen Durst zu stillen, gewahrte er am Rande der Quelle ein goldfunkelndes, zierliches Becherlein. Hastig griff er danach, füllte es einige Male, trank aus und steckte den kostbaren Fund zu sich. Da hörte er ein feines Stimmchen hinter sich, das flehentlich bat: „O Herr, lass ab von meinem Becherlein! Ich hab es hier vergessen; nähmst du es mir, es brächte dir kein Glück ins Haus.“ So bat eine Nixe, der das Becherlein gehörte. Ohne sich lange zu besinnen, gab ihr Rudolf das zierliche Trinkgefäß zurück. Da überreichte ihm die Nixe ein goldenes Ringlein, das sie von ihrem Finger zog, mit den Worten: „Nimm hin, tapferer Fürst, dieses Ringlein für dich und deine Nachkommen! Solange es im Besitz deines Geschlechtes ist, wird ihm und dem Reiche das Glück hold sein; erlischt aber dein Mannesstamm dereinst, muss mir das Ringlein zurückgegeben werden.“Freudig zog Rudolf in die Schlacht, aus der er als Sieger heimkehrte. Die Nixe hatte recht behalten. Das Ringlein brachte ihm viel Glück und Segen. Nach dem Tode Kaiser Karls VI. brachte seine Tochter Maria Theresia das Glücksringlein der Nixe zurück. Die Quelle, die den kostbaren Schatz aufnahm, führt seit jenem Tage die Bezeichnung „Goldenes Bründl“. Die Sage erzählt auch, dass Leute, die noch nie gelogen haben, an bestimmten Tagen das Ringlein auf dem Grund der Rohrwaldquelle erblicken können.

Die Schwedenhöhlen liegen westlich von Harmannsdorf-Rückersdorf. Das sind in Löß geschlagene Höhlen; eine Gruppe von Erdställen, die in der Bevölkerung der Umgebung recht gut bekannt sind und die auch häufig besucht werden. Fast alle Leute, die diese Höhlen kennen, wissen auch zu berichten, dass es sich dabei um Zufluchtsstätten handelt. Eine Sage erzählt, sie seien während der Schwedenkriege im 17. Jahrhundert als Versteckplätze für die Bewohner der umliegenden Ortschaften gebaut worden, kurz bevor der Schwedengeneral Torstenson die Stadt Korneuburg besetzte. Doch auch von Hussiten, Türken und Ungarn wird berichtet, und manche bringen die Höhlen sogar mit alten Kultstätten oder Wehranlagen jenes nahen Hügels in Verbindung, auf dem die Burg Kreuzenstein steht. Die Höhlen sind begehbar; innen sind teilweise sehr beeindruckende Räume.

Der Michelberg  ist bereits seit langem für seine ausgezeichnete Fernsicht bekannt. Die Sicht reicht von den Gipfeln des Schneeberges und des Traunsteins über das Donautal bis hin ins Weinviertel. Die gute Sicht sowie die baumfreie Lage wusste man bereits in der Steinzeit am Michelberg zu seinem Gunsten zu nutzen. So befand sich bereits in der Steinzeit eine Beobachtungsstation am Gipfel des Michelberges.